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Der Medienhype zum Rententhema wirkt seltsam: Jahrzehntelang kaum Interesse bei Leitmedien
Wien, 28. November 2025. Was muss geändert werden, damit das unverändert ungelöste Thema Rente im Bewusstsein der Menschen bleibt? Wenn die Leitmedien der Logik ihrer Themenauswahl der letzten zehn und mehr Jahre weiter folgen, wird mit Abstimmung im Bundestag eines der wichtigsten Themen des gesellschaftlichen Friedens wieder unter die Wahrnehmungsschwelle gleiten.
Die Berichterstattung zu Rententhemen hatte sich in den letzten Jahren in ausgewählten Leitmedien wie den Haupt-Nachrichten von ARD und ZDF, aber auch BILD oder Deutschlandfunk nicht nur mit dem Leben als Mauerblümchen zurecht zu finden, es wurden – wenn denn mal thematisiert – seltsame Nischen bedient. Zudem hat sich die Berichterstattung insgesamt weniger negativ entwickelt von -33 Prozent Überhang negativer Berichte 2014 hin zu -13 in 2024. Wenn Protagonisten wie etwa die Rentner oder die Stellung von Frauen und Müttern dargestellt wurden, dann überwog sogar ein positiver Ton. Das suggerierte: Die Bezieher stehen im Prinzip gut da.
Seit Anfang November wurde plötzlich in den Medien eine bedrohliche Stimmung gegenüber dem Thema aufgebaut – wohl eher in der Hoffnung, man habe mal einen Scoop gegen die Regierung gefunden. „Bei diesem Thema liegt seit Jahrzehnten eine große soziale und haushälterische Bedrohungslage vor. Warum wurden kaum Sachverständige aus der Wissenschaft zitiert, die schon lange faktenbasiert Alarm schlagen?“, gibt Roland Schatz, Chefredakteur von Media Tenor International, zu bedenken. In den Medien jedenfalls sind die Zitierungen von Stimmen aus den Wirtschaftsforschungsinstituten zu Rententhemen stark zurückgegangen, insbesondere in den letzten drei Jahren. „Listen to the Science“, forderte deshalb Thorsten Alsleben von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft auf seinem X-Account.
Andernorts wird die Debatte als verengt auf Demografie und Fachkräftemangel wahrgenommen. Der Bonner Wirtschaftspublizist Gunnar Sohn fordert eine grundsätzliche politische Neuausrichtung, die Unternehmertum fördert, Unternehmensnachfolgen erleichtert und Mut zur Innovation stärkt: „Während Politik und Öffentlichkeit in der Demografiedebatte fast ausschließlich über Rentenfinanzierung und Fachkräftemangel sprechen, entsteht im deutschen Mittelstand ein weit gefährlicheres Problem: Eine rapide wachsende Unternehmerlücke.“ Darauf weise eine aktuelle Analyse auf Basis des KfW-Mittelstandspanels 2025 hin.
https://ichsagmal.com/ueberalterte-chefetagen-laehmen-den-aufschwung-wenn-firmen-keine-erben-finden/












